Matthias Claudius Gymnasium Gehrden

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Pressespiegel

Keine Scheu vor Onlineunterricht

von JANNA SILINGER und INGO RODRIGUEZ (Calenberger Zeitung vom 25.04.2020)

Lernen in der Corona-Krise: Gymnasium und Oberschule haben in Sachen Digitalisierung Vorsprung

Gehrden. Kontaktlose Kommunikation, Homeoffice, Lernen mit Mindestabstand: Die Bedeutung der Digitalisierung hat in der Corona-Krise nicht nur schlagartig und erheblich zugenommen. Sie ist jetzt sogar ausschlaggebend dafür, dass das Bildungssystem nicht zusammenbricht. Am Matthias-Claudius-Gymnasium (MCG) und an der Oberschule in Gehrden beginnt in Kürze zwar nach der Corona-Pause wieder schrittweise der Unterricht in den Klassenräumen. Solange ist aber weiterhin digitales Lernen angesagt. In Gehrden ist der Onlineunterricht an den beiden weiterführenden Einrichtungen längst Standard – und schon seit Jahren eine erprobte Alternative zum Präsenzunterricht.

Ersetzt werden könne dieser normale Unterricht aber trotzdem nie ganz. Davon ist Christian Schmidt, Leiter des MCG, überzeugt. Das mache den Unterricht noch immer aus, der persönliche Kontakt, nicht nur zu Mitschülern, sondern auch zu den Lehrern. Deswegen sei es auch gut, dass die Wiederaufnahme des normalen Unterrichts nun schrittweise in die Wege geleitet worden sei.

Trotzdem, das betont er, sei das MCG sehr gut aufgestellt. „Wir arbeiten schon seit 2011 mit der digitalen Lernplattform Isurf.“ Auf die Niedersächsische Bildungscloud, die bald an Schulen eingesetzt werden soll, die bisher nicht so weit waren, sei das Gehrdener Gymnasium deshalb nicht angewiesen. Lehrer und Schüler waren auch vor der Krise erprobt im Umgang mit Isurf und konnten die Plattform in den vergangenen Wochen daher optimal nutzen.

Seit dem 22. April ist diese Nutzung auch verpflichtend, berichtet Schmidt. Praktisch gesehen kann man sich das so vorstellen: Der Lehrer stellt eine Aufgabe in das System, die Schüler bearbeiten sie, laden ihre Ausarbeitung hoch. Dann macht die Lehrkraft sich an die Korrektur und gibt Feedback.

Weiterhin versuchten einige Kollegen auch Unterricht per Videokonferenzen. Bei Fragen und Problemen werde gechattet, geskypt oder telefoniert. „Wir kommunizieren über alle Kanäle“, sagt Schmidt. Da die Schule auch iPads zur Verfügung stellt, habe bislang noch niemand darüber geklagt, auf die Plattform nicht zugreifen zu können. Laut Schmidt achte die Schule darauf, dass keiner außen vor bleibt. Derzeit werden Schülern aller Jahrgänge Aufgaben aus allen Fächern gestellt.

Schüler werden aufgeteilt

Am Montag geht dann offiziell der Unterricht wieder los – am MCG allerdings nur für eine Schülerin, die in diesem Jahr ihr Abitur macht. „Da lässt sich dann natürlich gut machen.“ Womit Schmidt auch schon zum nächsten Punkt kommt. Denn am Montag, 11. Mai, werde der gesamte zwölfte Jahrgang wieder die Schulbank drücken. Allerdings gestaffelt. „In Woche A kommt die eine Hälfte, also 40 Schüler, in Woche B dann die andere Hälfte.“

Bei jeder Gruppe gehe es dann jede zweite Woche weiter mit dem digitalen Lernen. Die Schüler und Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, und nicht zur Schule gehen können, werden ebenso weiterhin mit Isurf arbeiten. „Aber da sind wir noch an individuellen Lösungen dran“, sagt Schmidt.

Die Schule sei relativ flexibel, allzu viele Lehrkräfte seien dem Anschein nach auch nicht betroffen. Ab dem 18. Mai sollen dann auch die Neunt- und Zehntklässler wieder gestaffelt zur Schule kommen. Spätestens zu dem Zeitpunkt werde es ein wenig voller in den Gängen. Trotzdem ist sich der Schulleiter sicher, dass das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln gelingen werde. „Der Infektionsschutz ist das oberste Gebot.“ Er gehe davon aus, dass die Schüler ohnehin im Alltag gelernt haben, sich an die Regeln zu halten. Trotzdem würde noch einmal ausführlich darüber gesprochen werden. Weiterhin soll es Abstandsmarkierungen und Desinfektionsmittel im Gebäude geben.

Die beiden größten Herausforderungen sieht Schmidt darin, mit der Angst umzugehen. „Viele Schüler und Eltern machen sich große Sorgen. Aber wir setzen alle Maßnahmen durch und schaffen gute Rahmenbedingungen für den bestmöglichen Start.“ Die andere Herausforderung sehe er in der Kinderbetreuung. Denn es betreffe auch Lehrer, die Kleinkinder daheim haben, die nicht in die Notbetreuung können. Die Anzahl der Plätze sei insgesamt zu gering. Er selbst habe ein kleines Kind und wisse, wie schwierig es sei, alles unter einen Hut zu bringen.

Erfahrung an der Oberschule

Für die Oberschule in Gehrden ist das digitale Lernen nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie ein zentraler Baustein in der gesamten pädagogischen Ausrichtung. An der Oberschule sind nach einem Pilotprojekt im Jahr 2012 inzwischen schon längst alle Schüler jedes Jahrgangs mit einem Tablets ausgestattet. Die Infrastruktur wurde seitdem so ausgebaut, dass die Nutzung der Tablets nunmehr auch im normalen Schulalltag in jeder Stunde und von jedem Lehrer in den gewöhnlichen Unterricht eingebettet wird. „Seit Beginn dieses Schuljahres gehören wir auch zu etwa 25 Schulen aus Niedersachsen, die mit der Bildungscloud arbeiten“, sagt der stellvertretende Schulleiter Arne Lechmann. Diese Cloud sei als interaktive Lernplattform ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt des Kultusministeriums: ein virtuelles Klassenzimmer.

Für die Oberschüler ist es längst zur Gewohnheit geworden: Unterrichtsmaterial wird komplett digital zur Verfügung gestellt. Gelernt wird deshalb auch im Alltag mithilfe eines flächendeckenden WLAN-Netzes in Lernnischen sowie in der Pausenhalle. In der Corona-Krise gab es bisher nur einen Unterschied zum Regelunterricht. „Seit der Schließung der Schulen im März waren die Lernangebote nicht verpflichtend, sondern freiwillig für die Schüler“, sagt der stellvertretende Schuldirektor.

Seit vergangenem Mittwoch ist die Schonfrist für die Schüler vom fünften bis zehnten Jahrgang jedoch abgelaufen. „Nun ist der digitale Unterricht in allen Fächern Pflichtaufgabe“, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Feste Lernzeiten

Er beschreibt den Ablauf des täglichen Unterrichts so: „Es gibt feste Zeiten, in denen die Schüler Aufgaben bearbeiten müssen: Für die Fünft- bis Achtklässler drei Stunden täglich, für den neunten und zehnten Jahrgang vier Stunden“, sagt Lechmann. Dazu sei es möglich, in festgelegten Sprechzeiten mit den jeweiligen Lehrern in Klassen-Video-Konferenzen online Fragen zu stellen und gemeinsam Aufgaben zu bearbeiten. „Für den Sportunterricht gibt es Fitness-Apps und Übungen. Kreativangebote gibt es unter anderem auch in den Bereichen Basteln und Kochen“, sagt Lechmann.

Gruppen wechseln sich ab

Gleichwohl: Am Montag, 27. April, kommen zunächst die Abschlussklassen aus dem zehnten Jahrgang wieder normal zur Oberschule. „Um die Mindestabstände einzuhalten, werden die Schüler in zwei Gruppen eingeteilt und arbeiten im täglichen Wechsel“, beschreibt Lechmann das Verfahren. An ihren Tagen ohne den sogenannten „Präsenzunterricht“ sei dann für die jeweilige Heimgruppe wieder digitales Lernen angesagt.

Nach dem gleichen System werden dann am 18. Mai die Abschlussklassen aus dem neunten Jahrgang wieder in die Schule kommen, um ihre Real- und Hauptschulabschlüsse zu machen. „Der Rest runter bis zum fünften Jahrgang kommt Ende Mai“, sagt Lechmann. Wie an alle anderen Lehreinrichtungen auch, werde an der Oberschule von Anfang an der behördlich angeordnete Hygiene- und Sicherheitsplan beachtet. „Viel Seife und Desinfektionsmittel, Abstand zwischen den Plätzen im Klassenraum, verschiedene Pausenhöfe für die Jahrgänge, damit sich nicht zu viele Schüler eine begrenzte Fläche teilen müssen“, so Lechmann.

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